Traum #001: Robbie save the queen

Träume sind manchmal ganz schön seltsam. „Sie helfen der Seele, aufzuräumen und den Tag Revue passieren zu lassen“, sagt man.

Entweder war meine Seele vorher ein Messi und Tine Wittler kam zu Besuch heute abend, oder es ist einfach seeeehr viel passiert, ohne das ich es mitbekommen hätte.

Stellt euch bitte den Rhein vor. Für die, die sich gerade nichts vorstellen können: breit, Wasser, bissl dreckig, weitschweifig geschwungen, mit viel grün drumherum. Also auch wie Tine Wittler, nur als Fluß.

Die Sonne fängt langsam unterzugehen an, das Licht verliert seine Klarheit und taucht die Umgebung in einen zarten Rotton.

Aus dem Minivan kann ich sehen, dass die Autobahn, auf der wir dahin fahren, von hohen Jagdständen gesäumt ist. Sie sind wirklich sehr hoch und auch das Wort „Jagdstände“ ist beinahe schon untertrieben, da sie so groß und ausgebaut sind wie richtige Wachtürme. Aber sie sind aus Holz, genau wie die Hängebrücken, die sie untereinander verbinden; daher „Jagdstände“.

Während wir also nun so dahinbrausen, mit einem mir nicht ganz klaren Ziel (ich weiß nur, dass irgendwo da unten eine Konzerthalle ist), fragen ich und meine nicht näher bestimmten Mitfahrer uns, wer da unten wohl liegt. Da wir es nicht genau erkennen können, würde ich später durch das flache Wasser an sie herantauchen, um festzustellen, was die Menschenmassen dort tun. Dort würde ich dann sehen, dass es ein FKK-Strand ist voller junger Frauen, die sich attraktiv und mich nicht bemerkend entblößt zum Sonnen niedergelegt haben und schlafen. Interessanterweise ist es inzwischen stockfinster, so dass ich sie mit Taschenlampen anleuchten muss. Berauscht von meiner Behändigkeit rühme ich mich in Gedanken selbst als „Nachfahre der Ninja“.

Zurück am Ufer bin ich auch schon direkt in der Konzerthalle, wo ich mich um meinen Mitfahrer kümmern muss, Robbie Williams. Der ist gerade dabei, mit Lilly Allen zu schäkern und will ihr einen Kuss aufdrücken, aber sie windet sich hinaus.

Robbie hat ein Alkoholproblem in meinem Traum, hat der Managerin aber versprochen, nicht zu trinken heute. Deswegen wurde sein Gürtel aus Wodkaflaschen vorsorglich ausgetauscht.

Der Gürtel, etwa zehn Meter lang und damit viel zu unhandlich und zu schwer, um je wirklich eine Hose halten zu können (ja, eigentlich wäre es sogar unmöglich, seinen Inhalt IN der Hose zu halten), steht auf der Bühne und reicht von einem roten Vorhang zum anderen.

Die Assistenten haben schlampig gearbeitet und nicht den kompletten Gürtel umgefüllt.

Anfangs sind es wie gefordert Wasserflaschen, aus zahlreichen Ländern mit noch zahlreicheren Marken, nach einer überdimensionalen Packung offenen Earl Grey aber, dessen Geruch den Raum flutet, kommen wieder die ersten Wodkaflaschen zum Vorschein. Egal, der Auftritt steht kurz bevor, keine Zeit.

Ich will mir noch schnell etwas zu essen machen, bevor der Stress beginnt. Zur Stärkung. Weil ich sonst den ganzen Tag nicht mehr dazu kommen werde.

Ernährungsbewusst wie ich bin, achte ich auf ausgewogene Kost und greife zu den Cornflakes. Mangels Milch gehe ich zum Fluß. Flüssigkeit ist ja schließlich Flüssigkeit, denke ich mir, und in der Not isst der Teufel Cornflakes mit Wasser.

Mit meiner gefüllten Schüssel zurück im Konzertsaal, tunke ich gerade meinen Löffel in das üppige Mahl, als Robbie meine Löffelhand greift, mich wissend anschaut und sagt: „An deiner Stelle würde ich das nicht essen.“

Irritiert frage ich ihn nach dem Grund, woraufhin er meine Hand hochzieht. Auf dem Löffel liegen allerlei Müllteile aus dem Fluß. Alte Fahrräder, Speichen, Fässer, ein braun angelaufenes Waschbecken samt Rohr, rostiger Metallschrott wohin das erschrockene Auge reicht. Ich hatte verschmutztes Wasser in meine Cornflakes gekippt.

Hätte Robbie mich nicht gewarnt, wäre wahrscheinlich ein Fahrrad in meinem Hals stecken geblieben oder das Waschbecken hätte mir den Magen aufgerissen.

Danke Robbie!

Danach bin ich aufgewacht. Irritiert, wie ihr jetzt bestimmt auch.

Hat er was zu bedeuten? Keine Ahnung. War es surreal? Ja.

Würdest du ihn wieder träume wollen? Auf jeden Fall.

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Comments
One Response to “Traum #001: Robbie save the queen”
  1. Swantje sagt:

    ich bin neidisch, weil du robbie in deinem traum hattest

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