The Dark Afflecktwiderstand Rises

Ok, hier ist der Deal: Ich bin kein Fan von Ben Affleck. Sein „Boston Kid“-Image, dieses ganze Bennifer-Ding mit der Lopez damals, die meisten seiner Filme (ich denke da vor allem an Pearl Harbor, Armageddon und Paycheck) gefallen mir nicht.

Nun soll dieser Typ also „meinen“ Lieblingssuperhelden von DC verkörpern. Hm. Nach einer kurzen Schrecksekunde und einem reflexartigen Widerstand denke ich mir: warum nicht? Ich habe dabei zwei Gedanken:

 

Ich weiß nicht, wer von euch alles Argo gesehen hat, aber – hey, da war er gut, das wird kaum jemand bestreiten. Und hey: Daredevil war größtenteils unterirdisch, keine Frage. Aber Afflecks Version des Matt Murdock war stimmig – weil Affleck selber Comicfan ist und daher weiß weiß, worauf „wir Fans“ achten.

 

Zudem ist die Batman-Franchise nicht gerade verwöhnt mit überragenden Casts für die Hauptrolle. Michael Keaton, Val Kilmer, George „Plastic Nipples“ Clooney… herrje.

Jetzt kann man natürlich einwenden: „Ja aber Christian Bale!“… kann man. Aber Christian Bale war nie wirklich Batman, jedenfalls nicht primär. Christian Bale ist Bruce Wayne.

 

In „Batman Begins“ steht die Transformation des ziellosen und verlorenen Bruce Wayne zu einem Mann mit einer Mission im Vordergrund, sein Kampf gegen sich selbst. Auf einer abstrakten Ebene geht es also um Selbstfindung, um Ängste und ihre Überwindung (und um einen enttäuschend kurzen Auftritt von Mr. Zsasz, aber das nur am Rande).

„The Dark Knight Rises“ bildet dazu gewissermaßen die Antithese. Oben genannter Mann ist inzwischen gebrochen und desillusioniert. Batman kommt zwar vor, aber – wieder – geht es weniger um ihn, als mehr um Bruce Wayne. Sein Kampf gegen sich selbst, sein Ich-darf-nicht-aufgeben. Ich könnte mich jetzt noch lange darüber auslassen, warum dieser Film für mich der schlechteste der Nolan-Trilogie ist, angefangen bei diesem lächerlichen Hanswurst-Bane über *seufz* Robin und „doppelseufz* Catwoman bis hin zu einer Adaption der Knightfall-Storyline, für die man allen Beteiligten das Rückgrat brechen möchte, aber sei’s drum. Jedenfalls, zurück zum Thema. Ein weiteres großes Thema des Films ist das Ausbrechen wollen von Bruce Wayne. Er will nicht mehr Batman sein, etwas, was schon im zweiten Teil thematisiert wird.

Dieser Film („The Dark Knight“) ist ohne Zweifel mein Lieblingsfilm der Franchise. Ich habe ihn eigentlich schon viel zu oft gesehen, kann ihn inzwischen zweisprachig (deutsch und englisch) mitsprechen. Es geht um Verzweiflung, Ohnmacht, Wahnsinn, Bruce will nicht mehr Batman sein. Aber ist es ein Batman-Film? Nein. Es ist vor allem ein Joker-Film. Zitiert mir aus dem Stand eine Line des Jokers. Habt ihr? Gut. Wahrscheinlich war es „Why so serious?“ oder „You wanna know where I got these scars?“, stimmts? Jetzt zitiert Batman aus diesem Film. „I’m Batman!“ zählt nicht. Und das führt micht zu meinem zweiten Punkt:

 

Heath Ledger wird für seine Verkörperung des Jokers (zurecht) gefeiert. Verdammt, er hat sogar posthum den Oscar für diese Rolle bekommen. Ich habe noch nirgendwo gehört/gelesen, dass jemand seine Version furchtbar fand.

Und jetzt kommt der Twist: als bekannt wurde, dass er die Rolle des Jokers spielen würde, gab es einen vergleichlichbaren Aufschrei wie jetzt bei Ben Affleck. Er würde nicht passen. Der schwule Cowboy aus Brokeback Mountain, diese Frauenmasturbationsvorlage aus Ritter aus Leidenschaft? Was für eine furchtbare Wahl das denn sei, es werde in einem Desaster enden.

Sounds familiar?

 

Also: ruhig bleiben und den Rest des Casts abwarten.

 

“It’s not who I am underneath, but what I do that defines me.”

Advertisements
Comments
One Response to “The Dark Afflecktwiderstand Rises”

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s